Astrologie: Was versteht man darunter?
Die Astrologie, auch “Sterndeuterkunst”, ist eine “Wissenschaft” (konkreter Para- oder Pseudowissenschaft), bei der aus den Positionen der Gestirne angeblich Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen und dessen Schicksal herausgelesen werden können.
Die Geschichte der “Sterndeuterkunst” und die Kritik an der Astrologie
Es ist möglich, so sagt man, bestimmte Ereignisse näher zu deuten und Probleme zu analysieren, so dass die betreffende Person in der Lage ist, einen anderen Weg einzuschlagen und sein Leben zu seinen Gunsten zu ändern. Die Grundlage für die Deutung der Sterne bildet in der westlichen Welt das Horoskop, in dem aus den persönlichen Daten eines Menschen, vor allem aus der Geburtszeit und dem Geburtsort, dessen Persönlichkeit und Schicksal errechnet wird. Die Ursprünge der Astrologie, wie sie in unseren Breiten betrieben wird, liegen in Ägypten, Babylonien und Assyrien – das belegt ein altägyptischer Schrein aus dem 4. Jahrhundert v. Chr.. Noch heute angewandte Praktiken wurden erstmals im 2. Jahrhundert n. Chr. von Claudius Ptolemäus formuliert. Im Mittelalter hat man in Europa Astrologie als Wissenschaft an Universitäten gelehrt, doch im 14. Jahrhundert wurde sie bereits von der Astronomie verdrängt und im 17. Jahrhundert gänzlich abgeschafft. Vor allem als Isaac Newton die Planetenbewegung durch die gegenseitige Anziehung von Massen (Gravitation) erklärte, wandten sich naturwissenschaftlich gebildete Menschen schnell von der Astrologie ab. Einzig die Dichter, Goethe beispielsweise, glaubten weiterhin an dieses Phänomen, und das bis weit in die Romantik hinein. Dennoch gilt die Astrologie seither als unglaubwürdig und unseriös und wird sogar als Aberglaube oder esoterischer Humbug abgetan. Kritiker beanstanden, dass der Mensch willensfrei ist und sich ohne “Hilfe aus dem All”, also rein durch seine Erfahrungen, entwickeln kann. Sie sind außerdem der Meinung, dass Ereignisse im Leben eines Individuums rein zufällig eintreffen und nicht absehbar sind, vor allem weil größtenteils der Mensch selbst, ebenso wie sein Umfeld, diese beeinflussen. Das Schicksal einer Person ist, den Astrologie-Gegnern zufolge, also ausschließlich an “irdische” Gegebenheiten gebunden und nicht davon abhängig, welcher Planet oder Himmelskörper wann wo steht.
Die Erstellung von Horoskopen als Lebenshilfe
Die Grundlagen für die Erstellung eines Horoskops bilden in der westlichen Welt die 12 Tierkreiszeichen – der Beginn des gesamten Tierkreises ergibt sich aus dem Punkt, an dem die Sonne auf der nördlichen Halbkugel am Anfang des Frühlings steht. Außerdem noch wichtig ist auch die Stellung der Himmelskörper in den “Häusern” (Zonen, Sektoren und Kraftfelder).
Ein Horoskop gibt in erster Linie Aufschluss über die Charakterzüge und Eigenschaften eines Menschen, sein Verhalten, also beispielsweise die Art, wie er an Probleme herantritt, wird mithilfe des Sonnenstands in einem bestimmten Tierkreiszeichen interpretiert. Um ein aussagekräftiges Horoskop, häufig mittels einer speziellen Computersoftware, erstellen zu können, benötigt der Astrologe genaue Angaben über die Geburtszeit und den Geburtsort der betreffenden Person. Mit einbezogen in das Horoskop werden die Gestirne, die Tierkreiszeichen, die Aspekte (Verbindungslinien zwischen den Himmelskörpern zur Erstellung der Winkelbeziehungen) und die Himmelsrichtungen. Am häufigsten wünschen sich die Menschen vom Astrologen Geburtshoroskope, die auch ein beliebtes Geschenk zur Ankunft eines neuen Erdenbürgers darstellen, Partnerhoroskope und Fragehoroskope, bei welchen bestimmte Probleme näher beleuchtet und Lösungen erarbeitet werden können. Aber auch das Elektionshoroskop ist sehr gefragt, dabei wird ein beliebiger Zeitpunkt in der Zukunft anvisiert und hinterfragt, ob dort beispielsweise die gegenwärtige Partnerschaft noch aufrecht ist.
Esoterische Hilfestellung aus dem All
Die Wurzeln der westlichen “Sterndeuterkunst” befinden sich in Ägypten, Babylonien und Assyrien und tauchten dort nachweisbar erstmals im 4. Jahrhundert v. Chr. auf. Trotz vieler kritischer Stimmen seit dem 17. Jahrhundert sind die Astrologie und ihre Deutungsmöglichkeiten in Form von Horoskopen sehr beliebt bei esoterisch veranlagten Menschen und haben somit auch eine Daseinsberechtigung. Am beliebtesten sind Geburts-, Partner-, Frage- und Elektionshoroskope, mittels derer man nicht nur mehr über sich selbst erfährt, sondern auch gewisse Ereignisse beleuchten und zu gewissen Entscheidungen gelangen kann. Eines kann die Hilfestellung aus dem All aber sicher nicht leisten: dem Menschen Probleme abnehmen, denn die Lösung derselben findet man ausschließlich in sich selbst.
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